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KONZERT
ANKÜNDIGUNG
Eric Clapton
Gitarren-Leistungsschau
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Mr. Slowhand in der Olympiahalle: Eric Clapton gilt als einer der weltbesten Gitarristen aller Zeiten. Sein 50. Bühnenjubiläum feiert er mit einer Tour durch die USA und Europa. Im Gepäck hat der Altmeister seine neue CD.
Erfolgreich schwört Eric Clapton auf den Blues als Inspirationsquelle und Seelenheilmittel. In seinem Wohnzimmerregal drängen sich etliche Grammys. Damit nicht genug: Gleich drei Mal wurde er in die Rock’n Roll Hall of Fame aufgenommen. 1963 startete der Vollblutmusiker als Sänger bei den Yardbirds – Auftritte mit zahllosen Bands, etliche Alben, ausverkaufte Shows weltweit und viele Auszeichnungen schlossen sich daran an. Auf der Tour begrüßt der Engländer seine Getreuen mit „Hello Old Friend“ und und besingt „My Fathers Eyes“ und „Tears in Haeven“. Ihn begleiten: Gitarrist Doyle Bramhall II, Steve Jordan am Schlagzeug, Chris Stainton (Piano und Keyboards), Bassist Willie Weeks sowie die Newcomer Paul Carrack und Greg Leisz. A.M.
Eric Clapton, 9. Juni 2013, Olympiahalle München
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WIEDERERÖFFNUNG Lenbachhaus
Neuer Spielort für die Kunst |
Der Blaue Reiter sprintet wieder durch seine Hallen: Am 8. Mai 2013 öffnete die Städtische Galerie im Lenbachhaus nach ihrer Umbauphase die Türen. Der von Norman Foster geschaffene Ausstellungsbereich wartet mit innovativer Beleuchtung, einem neuen Münter-Werk und erstmals deutscher und französischer Landschaftsmalerei aus dem 19. Jahrhundert auf.
Im zweiten Obergeschoss grast das „Blaue Pferd I“ und faucht der „Tiger“ von Franz Marc. Außerdem beobachten die Besucher „Kandinsky und Erma Bossi am Tisch“ und blicken Jawlenskys „Tänzer Alexander Sacharoff“ in die Augen. Und sie lernen Gabriele Münters elfjährige Nichte Elfriede Schroeter kennen – auf ihrem neu erworbenen Bild „Im Zimmer“.
Das Lenbachhaus besitzt die weltgrößte Sammlung zur Kunst des „Blauen Reiter“, eine der wichtigsten Bewegungen der künstlerischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Mehr als 1000 Werke des 1911 gegründeten Künstlerkreises stiftete Gabriele Münter 1957. Weitere Schenkungen und Ankäufe folgten. Während der Schließung des Hauses von 2009 bis 2012 galoppierte der „Blaue Reiter“ unter anderem durch Japan und setzte zum Sprung nach Moskau, Den Haag und Wien an. In der neu eingerichteten Schausammlung residiert er in elf Räumen im zweiten Stock. Die Wände sind teilweise mit Seide bespannt oder glänzen in unterschiedlichen Farben, beispielsweise in Ocker – passend zum Außenanstrich der Villa. Die Städtische Galerie im Lenbachhaus eröffnete 1929 im erweiterten ehemaligen Domizil von Franz von Lenbach.
59,4 Millionen Euro verschlang die Gesamtsanierung. Der neue Eingang verbindet das alte Lenbachhaus mit dem Neubau von Foster + Partners, die Fassade schimmert im Messinglanz. Genickstarre droht dem Besucher im Atrium, beim Blick auf das aus poliertem Metall und farbigem Glanz bestehende „Wirbelwerk“ von Olafur Eliasson (Foto). Es reicht von der Decke hinab bis knapp über die Köpfe der Ankömmlinge. Von der Halle aus führen die Wege zu den unterschiedlichen Sammlungen. Das Haus sei „ein Spielort an dem das Theater Kunst auftreten kann“ so Lenbachhaus-Direktor Helmut Friedel bei der Pressekonferenz zur Eröffnung. Das Jahresticket (20 Euro, ermäßigt 10 Euro) legt er den Besuchern ans Herz: „So läuft man nicht eine Stunde herum, damit sich das Eintrittsgeld lohnt, sondern man kommt immer wieder, weil es Spannendes zu sehen gibt.“
Das Haus setzt auf die innovative LED-Technologie. Alle Ausstellungsbereiche sind damit erstmals in einem Museum mit derselben Lichtqualität ausleuchtbar und die Kunstwerke sind in möglichst natürlichem Licht zu sehen.
Zur Wiedereröffnung präsentiert sich die Christoph Heilmann Stiftung erstmals mit Malerei der deutschen Romantik und der Schule von Barbizon – und leistet so einen Beitrag zur internationalen Ausrichtung der Sammlung des 19. Jahrhunderts. Zudem besitzt das Haus eine der umfangreichsten und interessantesten Museumssammlungen mit Werken unter anderem von Joseph Beuys, Isa Genzken, Maria Lassnig, Erwin Wurm, Anselm Kiefer, Angela Bulloch und Gerhard Richter.
Von Oktober 2013 bis Januar 2014 findet die Ausstellung „Gerhard Richter. Atlas“ im Kunstbau statt. Der gebürtige Dresdner wird den „Atlas“, an dem er seit 1962 arbeitet, mit einer Reihe weiterer Tafeln in diesem Jahr zum Abschluss bringen. 2015 widmet sich das Lenbachhaus dann zwei Künstlerfreundschaften: August Macke und Franz Marc (Januar bis April 2015) sowie Klee & Kandinsky (September 2015 bis Januar 2016). Im Hinterkopf habe man auch noch Gabriele Münter und ihren langjährigen Lebensgefährten Kandinsky, ließ Lenbachhaus-Chef Helmut Friedel die Journalisten wissen. Seinen Posten übernimmt ab Januar 2014 Matthias Mühling, derzeitiger Sammlungsleiter und Kurator für internationale Gegenwartskunst im Lenbachhaus.
Aleksandra Majzlic
Lenbachhaus, 8. Mai bis 30. September, täglich außer montags 10 bis 20 Uhr, ab 1. Oktober täglich außer montags 10 bis 18 Uhr, Ausstellungsfläche: 2800 Quadratmeter (300 Quadratmeter mehr als vorher), historischer Garten, Museumsshop, Gastronomie, Barrierefreiheit. www.lenbachhaus.de
Den Bericht über das im April eröffnete Restaurant Ella im Lenbachhaus finden Sie hier: >>>
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WIEDERERÖFFNUNG Lenbachhaus
Die innere Sprache
der Dinge |
Um wichtige Werke von Joseph Beuys ist das Lenbachhaus nun reicher. Zur Wiedereröffnung zeigt das Museum eine herausragende Sammlung an plastisch-bildhauerischen Arbeiten des 1986 verstorbenen Künstlers.
Sein Environment „zeige deine Wunde“ (1974/75) installierte Joseph Beuys 1976 im Münchner Kunstforum. Drei Jahre später erwarb der damalige Lenbachhaus-Chef Armin Zweite die Arbeit – eine kontroverse Diskussion über den Wert von zeitgenössischer Kunst folgte. Der Ankauf wurde als Provokation, aber auch als ein Aufbruch zu neuen Ufern gewertet. Erstmals wurde damit ein bedeutendes Kunstwerk beschafft, dessen Schöpfer seinen Lebens- oder Arbeitsschwerpunkt nicht in München hatte. „Es gab damit nicht mehr den engen München-Bezug mit dem Blauen Reiter“, so Lenbachhaus-Direktor Helmut Friedel beim Presserundgang.
1980 richtete der vom Niederrhein stammende Künstler das Environment im ehemaligen Atelierflügel Franz von Lenbachs ein – passenderweise: Der Maler nannte sein Atelier selbst „Museum“. Beuys sagte damals: „In diesem Konzert der Gegenstände spreche nicht ich, sondern die Dinge haben ihre eigene innere Sprache. Das zu erfassen, kann man niemandem abnehmen.“
Lange Zeit war der Plastiker, Zeichner und Aktionskünstler allein mit dem Environment „zeige deine Wunde“ dauerhaft in der Sammlung Gegenwartskunst präsent. Daneben besaß das Lenbachhaus von ihm nur wenige Arbeiten auf Papier und einige Multiples.
Als das Museum 2012 das Environment „vor dem Aufbruch aus Lager I“ (1970/80, Foto) aus der Sammlung Lothar Schirmer erwarb, stärkte es damit die Position des in Düsseldorf verstorbenen Künstlers. Zudem erhielt das renommierte Haus im Museumsviertel im März 2013 fünfzehn frühe Werke von Beuys als Schenkung von Lothar Schirmer. Friedel: „Mit den wegweisenden und einmaligen Werken haben wir einen weiteren großen Kern unserer Sammlung, was für die Zukunft sehr viel verspricht.“ A.M. www.lenbachhaus.de |
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GEWINNSPIEL
BUCH „Das Dritte Reich und die Juden. 1933 bis 1945“ (C.H. Beck Verlag) zu gewinnen. Orna Kenan erstellte die gekürzte Ausgabe des Werkes von Saul Friedländer. Frage: Wann begann die Liquidierung des Warschauer Gettos? Bitte senden Sie Ihren Lösungsvorschlag bis zum 2. Juni 2013 an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de.
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„Ein erstaunliches und ergreifendes, ein unvergessliches Buch“, schreibt Marcel Reich-Ranicki über das zu den historischen Meisterwerken unserer Zeit zählende Werk von Saul Friedländer. Für diese umfassende, detailreiche und großartige Darstellung erhielt der gebürtige Prager 1998 den Geschwister-Scholl-Preis, 2007 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und ein Jahr später den Pulitzer-Preis. Die gekürzte Fassung von Orna Kenan erschien nun in der Reihe „Bücher, die Geschichte machen“ – zum 250. Jubiläum des C.H. Beck Verlages.
Zwischen fünf und sechs Millionen Juden wurden ermordet – von ihnen waren fast anderthalb Millionen jünger als 14 Jahre. Über die Überlebenden heißt es in dem Buch: „Immer wieder zog die Vergangenheit sie zurück in überwältigendes Entsetzen, und durchgängig weckte sie auch nach all den Jahren die unzerstörbare Erinnerung an die Toten.
Friedländers Werk analysiert die Verfolgung, den Terror sowie die Shoa. Sein Bestreben war es, dem Wesen einer „Normalität“ des Alltagslebens im Dritten Reich – vor dem Einsetzen der „Endlösung“ im Spätherbst 1941 – auf den Grund zu gehen. In seinem Werk lässt der Historiker in weiten Teilen die Stimmen der Opfer laut werden. So geben Tagebücher und Briefe darüber Aufschluss, dass die Bevölkerung in allen Ländern Europas allmählich von der Judenvernichtung erfuhr. Die Opfer selbst aber wussten nicht, was ihnen bevorstand – mit wenigen Ausnahmen. Eine zentrale Rolle spielt für Friedländer zudem die Ideologie selbt, speziell die antijüdische Ideologie. Zudem legt er dar, dass die Vernichtung der Juden, eines der wichtigsten Ziele von den Nazis waren, galten sie doch als ihre Hauptfeinde.
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GEWINNSPIEL
BUCH „Das Warschauer Getto. Alltag und Widerstand im Angesicht der Vernichtung“ von Markus Roth und Andrea Löw (Verlag C.H. Beck) zu gewinnen. Frage: Mit welchen Preisen wurder Polanskis Film „Der Pianist“ ausgezeichnet? Bitte senden Sie Ihren Lösungsvorschlag bis zum 2. Juni 2013 an gewinnspiel(at)m-lifestyle.de. |
„Jüdische Massen! Die Stunde rückt näher. Du musst bereit sein, Widerstand zu leisten und dich nicht wie Schafe abschlachten zu lassen. Kein Jude muss einen Güterwagen besteigen. Wer keinen aktiven Widerstand leisten kann, sollte passiven leisten, das heißt sich verstecken“, hieß es in dem Aufruf zum Widerstand im Warschauer Getto im Januar 1943. Obwohl den Nazis die Widerstandvorbereitungen nicht verborgen geblieben waren, waren sie am 18. Januar überrascht, dass die Juden um ihr Leben mit Gewehren kämpften. „Die Wirkung dieser ersten direkten Erhebung gegen die Unterdrücker kann kaum überschätzt werden“, schreiben die Autoren: „Zwar waren der Wille und Zulauf zum Widerstand schon in den Monaten zuvor spürbar gestiegen, doch erst jetzt gab es das erste Anzeichen dafür, damit auch etwas erreichen zu können.“ Auch über die Getto-Grenzen hinaus war die Wirkung groß.
Das eindrucksvolle Buch stellte Andrea Löw im April im Jüdischen Gemeindezentrum in München vor. Der 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Getto wird vom 19. April bis 16. Mai 2013 begangen.
Knapp 500.000 Menschen waren im Warschauer Getto eingepfercht, mehr als in jedem anderen Getto im deutsch besetzten Europa. Die Gefangenen bemühten sich, ihr Leben zu organisieren – mit einem professionellen Orchester, Theaterveranstaltungen, Lese- und Diskussionsabenden etc. Der bekannte Pianist Wladyslaw Szpilman spielte auch im Getto Klavier – sein Schicksal verewigte der Krakauer Getto-Überlebende Roman Polanski in dem Film „Der Pianist“. Über das Leben und Leiden im Warschauer Getto berichtete auch Marcel Reich-Ranicki in seinen 1999 erschienenen Erinnerungen.
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THEATER Residenztheater
Spielzeit 2013 / 2014
Fruchtbare Freundschaft
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Der Residenztheater-Intendant Martin Kusej (Foto, rechts) und Johan Simons, Intendant der Kammerspiele (links), beenden die „historische Konkurrenz“. Als Gastregisseure wechseln sie kurzzeitig die Seiten der Maximilianstraße.
„Wir schätzen uns und tauschen uns aus“, so Kusej bei der Pressekonferenz in seinem Haus. Das Ergebnis: Der Resi-Chef wird an den Kammerspielen ein Stück in Szene setzen. Was, ist noch nicht bekannt. Und Simons wird im Cuvilliestheater Elfriede Jelineks „FaustIn and Out“ inszenieren – mit Resi-Schauspielern. Das Sekundärdrama darf nur an Theatern aufgeführt werden, an denen auch Goethes „Faust“ gespielt wird. Kusej widmet sich dieser Mammutaufgabe: „Um das Thema habe ich dreißig Jahre lang einen Bogen gemacht, jetzt gehe ich es an.“ Zudem steht „Faust II“ auf dem Marstallplan.
Auch mit den Jahren 1913/1914 setzt sich das Haus am Max-Joseph-Platz auseinander – unter dem Motto „Das Jahr der unruhigen Träume“. Mit dabei: Frank Castorfs „Reise ans Ende der Nacht“ nach Louis Ferdinand Celine, Carl Sternheims Trilogie „Aus dem bürgerlichen Heldenleben“ (Regie: Tom Kühnel und Jürgen Kuttner) sowie Heinrich Manns „Die Jagd nach Liebe“, inszeniert von Barbara Weber.
Das Residenztheater will politischer werden – beispielsweise mit Christine Umpfenbachs dokumentarischem Theaterprojekt über die bayerischen NSU-Opfer sowie mit Milo Raus Gewalt thematisierendem Projekt „Hassreden – Eine Talkshow“. Kusej: „Ich bin überzeugt, dass München das Potenzial für eine Theaterhauptstadt hat und dass wir hier aus diesem südlichen Steuerparadies einiges zu sagen haben.“
Das Traditionstheater steigerte die Gesamtauslastung in der aktuellen Spielzeit auf derzeit 80,5 Prozent – plus zehn Prozent im Vergleich zur vergangenen Saison. „Wir sind hier angekommen und werden angenommen“, resümierte Kusej: „Der Fächer des Publikums ist breiter geworden.“ Auch das nationale und internationale Interesse sei gestiegen, verkündete der Österreicher. Früher musste er im Ausland oft Folgendes hören: „München? Oh yes, Kammerspiele.“ Das sei jetzt glücklicherweise nicht mehr so, wie Gastspieleinladungen nach Israel, Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich und Tschechien beweisen. Und noch eine frohe Botschaft hatte er parat: der Schauspieler Lambert Hamel wird ins Ensemble zurückkehren. A.M.
Weitere Premieren in der Spielzeit 2013/2014: „Orest“ nach Sophokles/Aischylos/Euripides (Regie: David Bösch), „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann (Yannis Houvardas), „Bunbury oder Von der Notwendigkeit, ernst zu sein“ von Oscar Wilde (Marius von Mayenburg), „Was ihr wollt“ von William Shakespeare (Amelie Niermeyer), „Die Befristeten“ Musiktheater nach Elias Canetti (Nico Hümpel), „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, Junges Resi (Samuel Weiss) etc. www.residenztheater.de |
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THEATER Gärtnerplatztheater
Spielzeit 2013 / 2014
Der Zauber der Unterhaltung |
Mit der Verdi-Oper „Aida“ mit Honeymoonern sowie Barockkonzerten für „Herz und Seele“ warten Staatsintendant Josef Köpplinger und seine Truppe in der kommenden Spielzeit auf. Die Produktionen werden im Prinzregententheater, im Cuvilliéstheater, in der Reithalle, in der Alten Kongresshalle, im Circus Krone und im Carl-Orff-Saal im Gasteig zu sehen sein.
„Das Positive ist das, was uns antreibt und dem Entertainment wohnt ein Zauber inne. Man muss sich nicht dafür schämen, wenn man einfach nur Spaß haben will“, so Josef Köpplinger bei der Pressekonferenz zur kommenden Saison. Sein Gärtnerplatztheater bezeichnet der Staatsintendant gerne als „Volksoper“.
Die Zahl der Neu-Abonnenten stieg in seiner Eröffnungspielzeit um 20 Prozent, „Peter und der Wolf“, „Dornröschen“ und „Don Pasquale“ waren derart erfolgreich, dass sie erneut in den Spielplan aufgenommen werden. Mit seinem Shakespeare-Lieblingszitat „Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter!“ geht der gebürtige Niederösterreicher in sein zweites Jahr, das seiner Erfahrung nach immer das schwierigste ist.
„Aida“ stemmt die engagierte Mannschaft beispielsweise im Prinzregententheater – natürlich ohne Elefanten und Pyramiden. „Mögen uns die Götter der italienischen Oper gewogen sein“, so Köpplinger. Der aus Venedig stammende Chefdirigent Marco Comin freut sich schon auf das „schwierige Stück“ mit seinem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz: „Wir befinden uns noch im Honeymoon, die Zusammenarbeit ist schön und produktiv.“ Dieser Satz bleibt von Köpplinger nicht unkommentiert: „Die Ehe ist das einzige Gericht, das mit der Süßspeise beginnt“, witzelt er. Den Journalisten verspricht der Theaterchef zudem, dass das servierte Essen beim Ballett „Arsen – Ein Rokokothriller“ „arsenfrei“ sein wird. Und dann legt er ihnen noch die Barockkonzerte ans Herz: „Sie sind für Herz und Seele gut“. „Und gesund sind sie auch“, fügt Comin hinzu. A.M.
Die Sanierung des Gärtnerplatztheater läuft planmäßig. In der Spielzeit 2015/16 soll das Haus zum 150-jährigen Jubiläum in neuem Glanz erstrahlen.
Premieren in der Spielzeit 2013/2014: Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“, Ballett „Arsen – Ein Rokokothriller, Muscial „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“, Oper „Aida“, Rockoper „Jesus Christ Superstar“ etc. www.gaertnerplatztheater.de.
Auf dem Foto zu sehen sind: Geschäftsführender Direktor Max Wagner, Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner, Staatsintendant Josef E. Köpplinger, Chefdirigent Marco Comin
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AUSSTELLUNG Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere
„Gutes Medikind“ |
Sie war die jüngste und die am meisten geliebte Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. Die Ausstellung im Literaturhaus München zeigt Zeugnisse aus ihrer Kindheit sowie ihrem späteren Wirken als „Anwältin der Meere“.
Es ist ein sonniger, aber kühler Tag. Die zweijährige Elisabeth trägt ein warmes Jäckchen und eine Mütze. Thomas Mann geht mit seiner „Medi“ auf dem Arm durch seinen Garten in der Poschingerstraße. Zärtlich drückt er sie an sich, das zeigt ein Filmausschnitt im Literaturhaus – aufgenommen vor der Villa im Jahre 1920. Elisabeth ist das fünfte Kind von Katia und Thomas Mann. Sie folgt auf Erika, Klaus, Golo und Monika. Ein Jahr nach ihr kommt Michael auf die Welt. Thomas Mann: „(Ich)stelle wieder fest, daß ich von den Sechsen drei, die beiden Ältesten und Elisabeth mit seltsamer Entschiedenheit bevorzuge.“ In seinen Erzählungen „Unodnung und frühes Leid“ und „Mario und der Zauberer“ bejubelt er Elisabeth. In späteren Briefen nennt er sie „gutes Medikind“ und unterschreibt mit „Papale“.
Von einem „Widerhall der Faszination“ spricht Holger Pils, wenn er an die 2002 verstorbene Elisabeth Mann Borgese denkt. „Wenn Menschen, die sie kannten, von ihr erzählen, haben sie ein Leuchten in den Augen“, so der für die Konzeption der Ausstellung verantwortliche Leiter des Buddenbrookhauses in Lübeck. Den Namen Borgese erhielt Elisabeth durch die Heirat mit dem sizilianischen Antifaschisten Giuseppe Antonio Borgese. Nach seinem Tod 1952 zog sie die beiden Töchter alleine groß.
Elisabeth war ausgebildete Konzert-Pianistin – ohne diesen Beruf je ausgeübt zu haben. Sie arbeitete als Professorin für Politikwissenschaft in Halifax – ohne je studiert zu haben.
Sie war einziges weibliches Gründungsmitglied des Club of Rome. Sie gründete das International Ocean Institute auf Malta und war Initiatorin und Urheberin der UN-Seerechtskonvention von 1982. Ihr Sachbuch „Das Drama der Meere“ wurde in 13 Sprachen übersetzt.
Sie war das einzige von Thomas Manns sechs Kindern das von sich sagte, es habe ein glückliches Leben geführt. Nach Golos Tod 1994 wurde die gebürtige Münchnerin zur letzten Sprecherin der Manns und kommentierte die Familiengeschichte in Heinrich Breloers Dokumentarfilm „Die Manns“. Zu ihren Ehrungen zählen das große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und die Medaille „München leuchtet – den Freunden Münchens“. Dazu Elisabeth Mann Borgese: „Es kommen jetzt, sondererbarerweise, viele Dings aus Deutschland auf mich zu – als ob man plötzlich entdeckt hätte, dass es mich gibt.“ Aleksandra Majzlic
Bis 2. Juni 2013 im Literaturhaus München, eine Ausstellung des Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrums im Buddenbrookhaus, Lübeck, in Zusammenarbeit mit dem Geomar – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel und der Stiftung Literaturhaus München. Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10 bis 18 Uhr. www.literaturhaus-muenchen.de
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KONZERT Bon Jovi
Auf der Suche nach „Schatzi“
Von Aleksandra Majzlic
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Ordentlich Gummi geben die Jungs beim mehr als dreistündigen Freiluftspektakel im Münchner Olympiastadion. Kein Wunder: Einen protzig designten Ami-Schlitten haben sie dabei. Und wenn Jon seinen „Bed of Roses“-Schmusekurs fährt, sorgt er für hämmernde Herzen bei den Girls.
Im zweiten Teil lesen Sie, inwiefern sich Jon Bon Jovi mit Justin Bieber vergleicht, wie er seine Kollegen musikalisch ehrt und welche deutschen Vokabeln er schon gepaukt hat. >>>
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KONZERT Eros Ramazzotti
Der selbstsichere Liebesbeschwörer
Von Aleksandra Majzlic
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Eros ist der Gott der Liebe, der seinen Ergebenen den Verstand raubt. Nach dreijähriger Bühnenpause verwandelt der Ragazzo bei seiner „Noi World Tour 2013“ die Olympiahalle in eine Arena di Amore. Er besticht mit seiner „Harlem Shake“-Einlage, einer doppelten München-Huldigung und einer exklusiven Gabe an einen Fan.
Im zweiten Teil erfahren Sie, wie sich Eros Ramazzotti nonverbal mit seinem Publikum verständigt, wer den Gesangspart von Cher übernimmt und wieso der Italiener seinen Liedtexten keine Bedeutung beimisst. >>> |
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INTERVIEWS
mit Margarethe von Trotta und Barbara Sukowa
Erfolgreich im Doppelpack
Von Aleksandra Majzlic |
Margarethe von Trotta erzählt, warum sie keinen Film mehr über eine historische Ikone drehen wird und welches Projekt sie demnächst realisieren will. Inwiefern die Ehrenpreisträgerin (Bayerischer Filmpreis, Foto) sich von anderen Regisseuren unterscheidet, verrät Barbara Sukowa. Die Schauspielerin wurde für ihre Rolle der „Hannah Arendt“ mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
Im zweiten Teil erfahren Sie, welche Freundin der Filmemacherin Margarethe von Trotta „treuer ist als jeder Mann“, wovor sich Barbara Sukowa fürchtete und was sie über Hannah Arendt erfahren hat. >>> |
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GESPRÄCH mit Mario Adorf und Michael Mendl
Ewiger Liebeszauber
Von Aleksandra Majzlic
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Wer seine erste Freundin war und was er bereut, das erzählt Mario Adorf beim Münchner Pressegespräch. Und Michael Mendl verrät im Interview, ob es beim Wiedersehen mit seiner Jugendliebe funkte und was ihn mit seinem besten Freund verbindet. Zwei enge Vertraute verkörpern die beiden erfolgsverwöhnten Schauspieler in dem ZDF-Film „Krokodil“ (März 2013).
Im zweiten Teil erfahren Sie, warum Mario Adorf „die Italiener immer weniger mag“ und was er „sich früher gewünscht“ hätte. Zudem lesen Sie, wieso die erste Beziehung von Michael Mendl zu Bruch ging und wie seine „kleine hausgemachte Philosophie“ lautet. >>>
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INTERVIEW mit Monika Gruber
„Ich habe mir in meinem Leben
viel zu viel gefallen lassen“ |
Warum sie befürchtet, „ein wenig seltsam“ zu werden, wieso ihr „Anzug-Heinis“ auf den Geist gehen und was sie denkt, wenn während ihrer Show jemand den Saal verlässt, das erzählt die Kabarettistin und Schauspielerin im Gespräch.
Interview: Aleksandra Majzlic
Wie Tennisbälle aus einer Wurfmaschine schießen die Worte aus Monika Grubers Mund. In das Interview packt die Bayerin alles rein, was geht. Und schließlich mimt sie noch einen völlig ermatteten Zuschauer ihrer Bühnenshow, indem sie sich nach vorne beugt und den Kopf hängen lässt.
Den Kopf verdreht Monika Gruber in „Heiter bis tödlich – München 7“ den Männern – als Marktfrau Moni. Und ihre Nachbarin Elfi (Christine Neubauer) fürchtet, dass ihr die Blondine auch noch den Polizisten Xaver (Andreas Giebel) wegschnappt.
Im zweiten Teil erfahren Sie, was Monika Gruber bei einer Show ablenkt, warum sie ihr Programm nicht vor Verwandten oder Freunden testet und wann sie denkt: „Da lacht kein Schwein.“ >>> |
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KONZERT und INTERVIEW
mit dem 2Cellos-Duo Stjepan Hauser und Luka Sulic
„Wir stacheln uns gegenseitig
zu Höchstleistungen an“
Von Aleksandra Majzlic
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Sie lassen die Bögen über die Cello-Saiten sausen, schütteln ihre Köpfe, bewegen die Oberkörper – synchron, zum peitschenden Sound ihrer selbst arrangierten Songs von AC/DC und Michael Jackson. 2013 touren die Kroaten erstmals durch Deutschland. Beim Interview verrät Luka, wie Stjepan die Frauen um den Verstand bringt. Und Stjepan erklärt, warum er seinen Eltern einst Sorgen bereitete.
Im zweiten Teil lesen Sie, was Luka und Stjepan dazu veranlasst, kroatische Lieder zu singen, warum sie sich nicht voneinander verabschieden, wenn sie nach Konzerten nach Hause kommen, und was sie Elton John verdanken. >>>
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KONZERT Status Quo
„Let's Rock“
Von Aleksandra Majzlic |
Status Quo rühmen bei ihrer „Quid Pro Quo“-Tournee die deutsche Technik und verlassen sich wie Schüler auf Spickzettel. Zum 50. Bandjubiläum macht das Quintett seine Getreuen in München süchtig nach Rock-Rabatz und neidisch auf die britischen Fans. Denn sie erleben 2013 Status Quo in der Gründungsformation.
Im zweiten Teil erfahren Sie,warum Francis Rossi „The Gomorr“ heißt, warum er und Rick Parfitt weiße Schuhe tragen und wieso einige Fans ihre Status-Quo-Shirts nicht mehr anziehen. >>> |
Status Quo: Bula Quo! World Tour 2013 mit 11 Konzerten in Deutschland
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ROCKMÄRCHEN Tabaluga und die Zeichen der Zeit
Finale „Sandkasten-Inszenierung“
Von Aleksandra Majzlic
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Bei Peter Maffays fünftem Drachen-Spektakel führt Rufus Beck Regie, Heinz Hoenig mimt einen kaltschnäuzigen Schneemann und Uwe Ochsenknecht eine heißblütige Haremsdame. Nach der Show in der Münchner Olympiahalle verrät Maffay im Gespräch, was „Gift“ für ihn ist, wer seinen „Egoismus“ bremst und was für ihn jetzt an der Zeit ist.
Im zweiten Teil lesen Sie, warum es keine Tabaluga-Fortsetzung gibt, welche Märchen Peter Maffay als Kind liebte und was er 2013 plant. >>>
Tabaluga ist das derzeit erfolgreichste Rockmusical. Die dritte Live-Inszenierung des Märchens um den kleinen grünen Drachen, „Tabaluga und die Zeichen der Zeit“, wurde nun in Berlin mit dem ECHO „Live Act National“ ausgezeichnet. Darüber hinaus war Peter Maffay in den Kategorien „Künstler Rock/Pop National“ und „Musik-DVD Produktion" nominiert. Es ist bereits das fünfte Mal, dass Peter Maffay den begehrten Musikpreis mit nach Hause nehmen darf. Veranstaltet von Grünland Entertainment (DEAG), begeisterte fast 400.000 Menschen in ganz Deutschland. Auch das dazugehörige bei Sony Music erschienene Album ist eine Erfolgsgeschichte. Es schoss direkt auf Platz 1 in den Verkaufs-charts und erreichte mit über 300.0000 verkauften Einheiten 3-fach Gold-Status.
Peter Maffay & Band – Extratour 2013: Der Vorverkauf läuft bereits, nun kündigt die Rocklegende ein weiteres Highlight für seine Shows an: der Mannheimer Sänger Laith Al-Deen wird ihn bei seinen 18 Konzerten begleiten. Peter Maffay und seine Band werden zum ersten Mal einige Songs aus dem Anfang 2014 erscheinenden Album präsentieren. Und neben Klassikern wie „Über sieben Brücken“ und „Eiszeit“ wird auch so mancher seltener Song aus dem Maffay-Repertoire, der bisher live gar nicht oder nur selten zu hören war, seinen Platz finden.
Vor Tourstart am 16. Mai in Bad Segeberg steht nun das Line Up der Band – mit dabei Peter Keller (git), Carl Carlton (git), Pascal Kravetz (git, key), Bertram Engel (dr) und Ken Taylor (bs). Verstärkt wird die Truppe von einem stimmgewaltigen Trio bestehend aus Leon Taylor, Charlotte Klauser - beide waren schon im Cast der Tabaluga Tour - und Linda Teodosiu sowie Chris Kramer an der Bluesharp.
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KONZERT David Garrett
„Rock'n' Roll für die Geigensaiten“
Von Aleksandra Majzlic |
Bei seiner „Rock Anthems“-Tour 2012 lässt der Stradivari-Magier die Saiten glühen und erzählt, wen er mit seiner Metallica-Dröhnung auf die Palme brachte , wo er Raubkopien seiner DVD entdeckte und warum seine Dirigentenkarriere jäh beendet wurde.
Im zweiten Teil lesen Sie, in welcher Stadt David Garrett beinahe seinen Auftritt versäumte und warum er sich immer wieder hochprozentigen Alkohol besorgen muss. >>>
David Garrett, 1. Juni 2013, München, Königsplatz und in 23 anderen deutschen Städten
Grandioser Live-Erfolg: David Garrett knackt die Eine-Million-Ticket-Marke
Von 2008 bis 2012 hat der Künstler mehr als eine Million Tickets für seine Shows verkauft. Für diese großartige Bilanz erhielt David Garrett am vergangenen Freitag in der NDR Talk Show feierlich den 1-Million-Ticket-Award. Alle Konzerte wurden veranstaltet und
produziert von DEAG Classics. Auch die Konzerte zur Music-Tour 2013 sind an vielen Standorten schon jetzt nahezu ausverkauft. Seine letzte Tournee „Rock Anthems“ im Frühling und im Herbst 2012 mit insgesamt mehr als einer viertel Million Zuschauern hatte bereits alles aufgefahren, was eine gigantische Show ausmacht. Damit nicht genug: Die Music-Tour 2013 wird alles übertreffen, was das Publikum je von David Garrett gesehen und gehört hat.
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KONZERT Udo Jürgens
„Sie brauchen mich nicht so sehr
wie ich Sie“
Von Aleksandra Majzlic |
Auf seiner Wahnsinnstour 2012 begrüßt Udo Jürgens die „nicht freiwillig mitgeschleppten“ Besucher und verrät, welche Russinnen aus der Musikbranche er verehrt und welches Wunder er in der Münchner Olympiahalle erlebt.
Im zweiten Teil lesen Sie, worauf Udo Jürgens beim Münchner Konzert die Fans erst mal warten lässt und welches Kompliment er Anne-Sophie Mutter macht. >>>
Thurn und Taxis Schlossfestspiele in Regensburg, 20. Juli 2013
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KINO Iron Man 3
Der Zauber des
zünftigen Helden
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Eine Krachlederne passend zum Actionkracher: Robert Downey Jr. ehrt mit seinem Traditionslook seine deutschstämmige Mutter. Dass er „den besten Hintern der Welt“ hat, bescheinigt ihm Filmpartnerin Gwyneth Paltrow bei der Pressekonferenz in München.
Fesch sieht Robert Downey Jr. aus in seiner Lederhose. Die Tracht hat der Schauspieler extra für die Pressekonferenz im Bayerischen Hof angezogen – und zu Ehren des 79. Geburtstages seiner Mutter. „Sie hat deutsche Vorfahren“, erzählt der US-Amerikaner stolz. Seinen Schuhplattler demonstriert er vor den Fotografen. Auch Gwyneth Paltrow zeigt ihre Verbundenheit mit der Landeshauptstadt mit ihrem „Guten Morgen“ in deutscher Sprache. Immerhin war sie schon als Achtjährige an der Isar.
Die beiden Schauspieler standen zum dritten Mal für die Comic-Verfilmung „Iron Man“ gemeinsam am Set. Deshalb muss die Blondine gleich klarstellen. „Ich drehe hier nicht mit einem 26 Jahren alten Kerl, der kein Shirt trägt und auch nicht viel zu sagen hat“, betont sie, legt eine kurze Atempause ein und fügt dann hinzu: „Wobei er nebenbei bemerkt ohne Shirt wirklich toll aussieht.“ Damit nicht genug: „Er hat den besten Hintern der Welt.“
Am 1. Mai startete der bombenstarke Marvel-Blockbuster „Iron Man 3“ von Shane Black in den Kinos – mit Downey Jr. als toughem Helden mit Herz und seiner Mistreiterin Paltrow in der Rolle der Pepper Potts. Was würden Sie machen, wenn Sie selbst so einen gepanzerten Hightech-Anzug hätten?“ fragen die Reporter den Hauptdarsteller. Roberts Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Verkaufen!“ Ihren Kindern imponiert Gwyneth mit ihrem Part. Sie hofften sogar, mit ihr im Schlepptau Justin Bieber beim Konzert über den Weg zu laufen und mit ihm darüber zu sprechen – leider vergebens. A.M.
Gleich am Starttag lockte der neueste Blockbusterhit aus dem Hause Marvel gleich am ersten Tag über 151.000 Besucher in die Kinos und setzte sich mühelos an die Spitze der deutschen Kinocharts. Damit sicherte sich der Film hierzulande den besten Start eines Marvel-Films aus dem Avengers-Universum. |
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TV-SENDUNG
25 Jahre ML mona lisa
Recherche
außerhalb
des Frauenvorgartens
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Mit Mona Lisas Lächeln startete 1988 das erste bundesweite Frauenjournal im deutschen Fernsehen. Seit 2012 berichten Barbara Hahlweg und Alexander Mazza im ZDF über „Frauen, Männer und mehr.“ Bei der Jubiläumsfeier in München erfuhren die Gäste, wie Steffen Seibert einst die Zuschauerinnen begrüßte und welcher Geheimdienst auf mona lisa angesetzt wurde.
Der Zufall wollte es, dass an Maria von Welsers erstem mona lisa-Tag zugleich eine Familienfeier stattfand. Sie trug also ein Pünktchenkleid und Perlenkette – passend für Kaffee und Kuchen mit der Verwandtschaft sowie für die ML-Präsentation am 19. April 1988, Sonntag, 18 Uhr. Küche, Kinder, Kleidung & Co. – so das Konzept. Eine Kritikerin schrieb: „Dieses kleine Lächeln am Sonntagabend wird eher ein Plädoyer für das zweite Fernsehgerät in der Küche bleiben.“
Doch ML mona lisa wurde bald politischer, berichtete über Abtreibung, Gewalt in der Ehe, Kinderpornografie, die Witwenverbrennung in Indien etc. „Ihr seid Amazonen gewesen und habt Euch nicht auf den Frauenvorgarten beschränken lassen,“ lobt ZDF-Chefredakteur Peter Frey die Mitarbeiter beim Jubiläumsfest in München. Und ML-Moderatorin Barbara Hahlweg freut sich, „dass so viele Menschen auch harte Brocken konsumieren wollen.“ Oft begibt sich das engagierte Team in ein Minenfeld: „Als wir den Babyhandel in der Ukraine aufgedeckt haben, wurde der Geheimdienst eingeschaltet. Da habe ich wirklich Angst bekommen“, so ML-Redaktionsleiterin Sibylle Bassler.
Maria von Welser folgten beispielsweise Petra Gerster, Conny Hermann, Karen Webb, Barbara Dickmann, Susanne Kronzucker und Barbara Hahlweg. 2012 dann der Relaunch: mit neuem Studio, neuer Sendezeit (Samstag, 18 Uhr), mit Alexander Mazza (neben Barbara Hahlweg) sowie dem Untertitel „Frauen, Männer und mehr.“ Vor dem offiziellen ersten Mann in der Sendung durfte auch schon Steffen Seibert vor die ML-Kamera. „Frauen, Schwestern, Freundinnen“, so die Begrüßung des Journalisten, der heute Regierungssprecher ist.
„Frauenthemen sind auch Männerthemen“, sagt Alexander Mazza, der familiär von vielen Frauen umgeben und selbst Vater ist. Auch die Menschen vor den Bildschirmen schätzen die Mischung. 2012 hatte die Sendung die beste Gesamtquote seit Jahren. 46 Prozent der Zuschauer sind Männer.
Mit der gesellschaftlichen Gleichstellung ist Ex-Familienminsterin Renate Schmidt allerdings keineswegs zufrieden: „Die Reden, die ich vor 25 Jahren dazu gehalten habe, könnte ich heute wieder halten. Das bringt mich auf die Palme.“ Allerdings gibt es auch einen Lichtblick. Schmidt: „Früher hätte man mich für meschugge gehalten, wenn ich von Kita-Plätzen gesprochen hätte.“ Ab August 2013 haben Kinder unter drei Jahren einen Anspruch auf einen Kita-Platz. ML mona lisa startete dazu die Aktion „Hilfe, wohin mit meinem Kind“ ab 20. April 2013. A.M.
Auf dem Foto zu sehen sind Alexander Mazza, Sibylle Bassler, Barbara Hahlweg und Peter Frey (v.l.)
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